Was studieren Holzwirte ?

Hochschulausbildung

Holzwirte sind umfassend ausgebildet in wirtschaftlichen, naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen, da das Bachelorstudium ein sehr breites Grundlagenspektrum umfaßt und erst im Masterstudium eine Spezialisierung in bestimmte Interessenschwerpunkte erfolgt.

Seit 2018 heißt der Bachelor-Studiengang nicht mehr "Holzwirtschaft" sondern "Bioressourcen-Nutzung" und ab 2019 wird das Masterstudium auf Englisch unter dem Namen "Wood Science" angeboten. Inhaltlich bleibt Holz der hauptsächlich betrachtete Wertstoff, aber das Spektrum wird um andere Lignozellulosen wie Bambus, Palme und Stroh und deren Verwendung erweitert. Darüber hinaus kooperiert die Uni Hamburg nun eng mit der TU Harburg und der HCU.

 

Wirtschaftswissenschaftliche  Ausbildung:
* Volks- und betriebswirtschaftliche Grundausbildung und anschließende spezialisierte Ausbildung für die Holzwirtschaft
* Rechtswissenschaftliche Grundlagen sowie Arbeitswissenschaft
* Holzhandelskunde und Marketing
* Struktur und Entwicklung der Holzwirtschaft
* Forst- und Holzwirtschaftspolitik

 

Naturwissenschaftliche Ausbildung:
* Botanik, Chemie und Physik sowie umfangreiche Fachausbildungen in:
* Holzbiologie, Struktur und Qualität des Holzes, tierische und pflanzliche Holzschädlinge sowie Holzschutz
* Holzchemie, Zellstoff- und Papierchemie sowie -technologie
* Holzphysik und Holzbearbeitungstechnologie

 

Allgemeine Technologische Ausbildung:
* Konstruktionslehre und Technische Mechanik
* Werkstoffkunde
* Mathematik und Statistik
* Planung und Betrieb von Industrieunternehmen

 

Forstwissenschaftliche Ausbildung:
* Waldökosysteme
* Forst- und Holzwirtschaftsgeographie
* Forstliche Produktionslehre sowie Ernte und Transport des Holzes

 

Wo studieren Holzwirte ?

Universität Hamburg / Thünen Institut

Begründet an der Forstlichen Hochschule Eberswalde bei Berlin, wird das Studium der Holzwirtschaft seit 1946 an der Universität Hamburg, Fachbereich Biologie im [ Zentrum Holzwirtschaft ]
in enger Zusammenarbeit mit dem ins Thünen-Institut integrierte [ Institut für Holzforschung ]
(früher: Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH)) durchgeführt.

Damit steht hinter der Ausbildung die größte Forschungseinheit für die Forst- und Holzwirtschaft Europas und eine der bedeutendsten Forschungs- und Entwicklungsstätten für diesen Wirtschaftssektor der Welt. Internationale Aspekte und neueste Entwicklungen sind damit Bestandteil der Ausbildung.

Die enge Verbindung zu Holzwirten der Praxis sichert zudem den aktuellen Wissens- und Informationsstand. Der Bezug zur Praxis wird auch gefördert durch eine mindestens sechsmonatige praktische Tätigkeit in Betrieben, durch Fachexkursionen in das In- und Ausland sowie durch praxisorientierte Abschlussarbeiten. Graduierte Holzwirte (Bachelor, Master, Doktor) sind universell einsetzbar. Sie besitzen das Wissen, um Führungspositionen in der Holzwirtschaft und anderen wirtschaftlich / technischen Bereichen auszufüllen.